Seit Menschengedenken gibt es gegen Feuersgefahr freiwillige Zusammenschlüsse, Notgemeinschaften oder wie immer sie genannt wurden, um dem Nachbar bei Feuersnot beizustehen. Schon im Jahre 1843 befasste man sich im Herzogtum Coburg mit Fragen des vorbeugenden und aktiven Brandschutzes und gab damit Anlass zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehren. Aus urkundlichen Niederschriften ist zu entnehmen, dass bereits am 11. Juni 1865 eine Löschmannschaft in Spittelstein gegründet wurde. Weiterhin geht aus Notizen hervor, dass die Gemeinden durch Verordnungen, vom 24.Septemper 1872, angehalten wurden, für ihren Bereich eine Schlauchspritze oder Abprotzspritze anzuschaffen. Der Spittelsteiner Schultheiß Reißenweber wurde vom Landratsamt am 27. August 1874 ultimativ aufgefordert, seinem Gemeindeausschuss die Gewährung von Mitteln zur Anschaffung einer solchen Spritze vorzuschlagen und über das Ergebnis binnen 14 Tage zu berichten. Am 13. September 1974 fand in Spittelstein eine Versammlung wegen dieser Angelegenheit statt. Schon damals wurde versucht, eine Feuergemeinschaft mit Blumenrod durchzusetzen. Warum der Antrag als unstatthaft und gesetzwidrig zurückgewiesen werden musste, geht leider aus den damaligen Protokollen nicht hervor. Am Schluss der Sitzung wurde die Anschaffung einer eigenen Abprotzspritze, zu liefern Ende März 1875, beschlossen. Am 30. Juni 1875 hat der Schultheiß Reißenweber dem Landratsamt den Brandmeister Georg Faber, den Spritzenmeister Bernhard Niller und den Obersteiger Georg Heublein genannt. Nach Anschaffung der Spritze im März 1875 und der Ernennung der Offiziere der Feuerwehr, wie sie damals genannt wurden, könnte auch gleichzeitig die Geburtsstunde des Feuerwehrvereins gewesen sein. Aus dem Akten geht in dieser Beziehung leider nichts Näheres hervor. Bedauerlicherweise schließt auch damit der Abschnitt aus der Gründerzeit, denn bis zum Jahre 1925 sind keine Protokolle oder Niederschriften mehr aufzufinden. Über die Geburtsstunde der Blumenröder Wehr gibt es leider überhaupt keine Aufzeichnungen. Das Protokollbuch beginnt am 8. März 1927 und über drei Jahre bis zum 9.Januar 1931 wurden elf Niederschriften aufgezeichnet, in den größtenteils von Versammlungen und Vereinsbällen berichtet wird. Nur zwei Übungen sind in diesem Zeitraum erwähnt. Doch die Vorstände, Kommandanten und Männer hatten auch ihre Sorgen, denn die Kasse war immer knapp, aber Essen und Trinken waren bestens organisiert worden. Erst ab 1. März 1950 beginnen wieder die Aufzeichnungen, jedoch erst ab 1952 wird in umfangreicher Berichterstattung von der Arbeit der Feuerwehr Blumenrod Protokoll geführt.
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